Digitales Logbuch
Angbot zur Überführung analoger
Logbücher, Call- und
QSO-Karteien sowie
QSL-Kartenbestände in
digitale Daten und Lieferung
in einem gängigen Datenformat,
z.B. für die Nutzung mit Excel, Word oder Datenbank-basierter Logbuchsoftware.
Nachstehend einige Überlegungen, Informationen
& Hinweise zu Digitalen Logbüchern
und der Digitali- sierung analoger Verbindungsdatenbestände.
Für Fragen rund um das Digitale Logbuch und zur Erfassung Ihrer
Verdingungsdaten nutzen sie bitte das
Kontaktformular.
Wir setzen uns dann um- gehend mit Ihnen in Verbindung. Für die Beauftra- gung der
Digitalisierung Ihrer QSO-Daten benut- zen Sie bitte das
Bestellformular.
73 de DF 3 JO
1. Funk-Logbuch, QSL-Kartensammlung, Call- oder QSO-Kartei - wozu ?
Geht es darum, die Arbeit eines Funkamateurs umfassend zu dokumentieren, sind Logbuch, QSL-Karten-Sammlung und auch die Rufzeichen- oder QSO-Kartei zentrale Hilfsmittel. Unabhängig von der Abschaffung der offiziellen Pflicht zur Führung eines Logbuchs in Deutschland gilt das nach wie vor. Die Gespräche in der Ortsrunde, die QSOs mit DX-Stationen, die Verbindungen während einer Aurora-Öffnung oder jene mit dem selbstgebauten QRP-Transceiver - sie alle haben nur dann Bestand und einen wissenschaftlichen, technischen, historischen oder sportlichen Wert, wenn sie mit den o.g. Mitteln dokumentiert wurden. Egal unter welchen Aspekten man Amateurfunk betreibt, QSO-Aufzeichnungen sind und bleiben unverzichtbar !
2. Digitales Logbuch ?? - Digitales Logbuch !!
Mit dem Aufkommen des PCs haben sich auch für die Funkamateure und SWLs neue Möglichkeiten ergeben, Ihre Verbindungsdaten einfach und effizient zu verwalten und auszuwerten. So gibt es denn auch heute unter den aktiven Funkamateuren und SWLs, auch jenen, die nicht mit dem PC aufgewachsen sind, kaum noch einen, der die Vorteile einer EDV-gestützten Logbuchführung, wie die schnelle Suche und Ausgabe von Verbindungsdaten, die automatisierte QSL-Karten-Erstellung, die einfache Beantragung von Diplomen oder die Ausgabe von Contest-Logs, ganz zu schweigen von der drastischen Reduzierung der lästigen Schreibarbeiten im Shack, bestreiten würde.
3. Das Wichtigste: die Daten !
Dabei kommt es weniger auf die zur Logbuchführung und
-auswertung eingesetzten Software an - vieles hängt hier von den persön- lichen
Anforderungen und Vorlieben des Einzelnen ab -, als vielmehr auf die Tatsache, die
QSO-Daten überhaupt digital vorliegen zu haben,
denn nur so können die zuvor genannten Vorteile genutzt werden.
Einmal digital vorhanden, lassen sich die
Logbuchdaten dann für beliebige Programme verwenden.
Viele der auf dem Markt angebotenen Logbuchprogramme besitzen
Daten-Importfunktionen für gängige Datenformate.
Einen völlig neuen Aspekt in diesem Zusammenhang bietet auch das kostenlose
Logbook of the World
der ARRL (LOTW). Via Internet werden hier einfach die
digitalen QSO-Daten einer Amateur- funkstation übertragen ("hochgeladen") und mit
dem dort gespeicherten und sich täglich vergrößern- den
Datenbestand von rund 75 Millionen QSOs verglichen.
Bei Übereinstimmung bestätigt die ARRL die
Verbindung und
wertet sie, z.B. für das
DXCC- oder
WAS-Diplom. QSOs könnten so
innerhalb kürzester Zeit bestätigt werden.
Das LOTW enthält aber
nicht nur aktuelle, sondern auch historische QSOs,
so das hier die Möglichkeit besteht ist, ein bis dato noch nicht verifiziertes QSO
ggf. doch noch bestätigt zu bekommen. Zudem nutzen
DX-peditionen und
seltene Stationen immer häufiger
allein das LOTW für Bestätigungen,
so das dies oft die einzige Gelegenheit ist,
eine offizielle Bestätigung zu erlangen.
In die gleiche Richtung gehen die heute weit verbreiteten
eQSLs. Auch für deren Erstellung lassen sich die
einmal digitalisierten Verbindungsdaten nutzen.
Mit
digitalen QSO-Daten ist man schon mit
einfachster Software dem Ziel, die
lästigen Schreibarbeiten im Shack
drastisch zu reduzieren
ohne auf die Infos aus Logbuch und QSO-Kartei zu verzichten, ein großes Stück
näher gekommen. Schließlich ist man ja Funkamateur und kein Sekretär !
|
|
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |
| DXCC- und WAS-Diplome könnnen mittlerweile anhand der an das ARRL Logbook of the Word übertragenen digitalen Logbuchdaten online beantragt werden. Das teure Einsenden von QSL-Karten zur Prüfung entfällt dabei ebenso wie das aufwendige Ausfüllen von Diplomanträgen mit den Verbindungsdaten. | |
4. Logbuchführung mit Tabellenkalkulationsprogrammen - ein günstiger Einstieg
Zu den einfachen Programmen für die Logbuchverwaltung zählen
Tabellenkalkulationsprogramme, wie z.B. Microsoft
Excel.
Diese gehören heute nahezu zur Standardausstattung
eines jeden PCs und sind häufig ohne zusätzliche Kosten
verfügbar. Obwohl Tabellenkalkulationen heutiger Bauart komplexe und mächtige
Softwarewerkzeuge sind, basieren sie auf der simplen Idee,
Daten in Tabellen zu verwalten. Damit sind sie in
Ihren Grundfunktionen
sehr schnell und einfach zu erlernen und anzuwenden.
Das Digitale Logbuch kann man sich hier
als eine
große Tabelle vorstellen,
so, als ob die Seiten eines konventionellen Logbuchs fortlaufend aneinander geklebt
würden.
Die von diesen Tabellenkalkulationsprogrammen bereitgestellten
Such- und Filterfunktionen reichen bereits aus,
um klassische Werkzeuge der Datenverwaltung von Funkamateuren, wie z.B. die berühmte
Göttinger Endbuchstabenkartei,
hinsichtlich Geschwin- digkeit
und Komfort um Längen zu schlagen. Ganz zu schweigen von
weiteren Vorteilen, wie z.B. die Daten für die
Beantragung von Diplomen rasch zusammenstellen und ausdrucken zu können. Jeder der ein
größeres Leistungsdiplom, wie z.B. das DLD 500 oder das DXCC, durch handschriftliches
Ausfüllen der Formblätter beantragt hat, weis, was für eine enorme
Fleißarbeit das ist und
welche Hilfe hier bereits eine einfache, druckbare
Excel-Liste darstellt.
|
|
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |
| Auch die amerikanische Zeitschrift CQ - The Radio Amateur's Journal, u.a. Herausgeber des bekannten WPX-Diploms, setzt mittlerweile ebenfalls auf digitale QSO-Daten. Links die bei der Beantragung des Diploms eingesandte Excel-Liste mit dem QSO-Nachweis für das rechts abgebildete WPX-CW-Diplom. | |
5. Logbuchführung mit Datenbanksystemen - der professionelle Ansatz
Wer es komfortabler liebt, wird auf eine datenbankgestützte Logbuchführung zurückgreifen, wie sie z.B. das Programm 3JO-Log bietet. Datenbanksysteme sind auch im kommerziellen Bereich die erste Wahl, wenn es um die Speicherung und Verwaltung großer Datenmengen geht. Hier stehen dem Benutzer für die Eingabe, Pflege und Suche von QSO-Daten strukturierte Masken zur Verfügung. Listen- und Kontrollfelder mit Werten zum Anklicken erleichtern die Dateneingabe ebenso wie Funktionen, um Werte von Feldern eines vorangegangen QSOs, wie z.B. des Modes, für ein neues QSO zu übernehmen. Darüber hinaus gibt es hier zumeist vorbereitete Berichte, um Logbuch, Diplom- und Contestlisten etc. "auf Knopfdruck" auszudrucken (s.u.). Schließlich achten solche Programme in der Regel auf die Konsistenz, d.h. die Widerspruchfreiheit, der Daten.
|
|
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |
|
Reports Logbuch und DX-Calls - Druckausgaben der datenbankgestützten Logbuchsoftware 3JO-Log Zwei von mehreren programmierten Berichten in 3JO-Log, die "auf Knopfdruck" eingespeicherte Informationen abrufen und auf dem Drucker ausgeben. Links eine Seite des Reports Logbuch, der die für ein Logbuch geforderten Daten, gruppiert und sortiert nach Datum und Uhrzeit, ausgibt. Daneben eine Seite des Berichts DX-Calls, wo in Form einer Rufzeichenkartei, die Calls gearbeiteter Stationen außerhalb des Heimatlandes ("DX"), gruppiert und sortiert nach Präfix sowie aufsteigend sortiert nach Suffix, aufgelistet werden. Beliebige andere Ausgaben sind möglich. Ein weiterer Bericht ist auf der Seite Service abgebildet. Er gibt die in Phone gearbeiteten DXCC-Punkte, gruppiert nach DXCC-Gebieten und aufsteigend sortiert nach Band und Mode, aus. |
|
6. Logbuch-Digitalisierung - aber wie ?
Grundlegendes Problem bei der Umstellung auf eine EDV-gestützte Logbuchführung ist also weniger die Technik - leistungsfähige Hard- und Software stehen ja preisgünstig zur Verfügung - als vielmehr die Tatsache, dass die entsprechenden digitalen QSO-Datenbestände fehlen und es zudem keine schnellen Verfahren gibt, Logbücher o.ä. zu digitalisieren.
6.1 Digitalisierung - Option I: Scannen der analogen QSO-Aufzeichnungen
Vermeindlich die einfachste und bequemste Lösung. Zwar lassen sich die handschriftlichen Aufzeichnungen scannen, Ergebnis sind aber lediglich Rasterbilder, die nicht weiterverarbeitet werden können (vgl. gescannte Logbuchseite im Abschnitt Ausgangsdokumente weiter unten). Diese Bilder mit Texterkennungssoftware (OCR) zu interpretieren und in einzelne verarbeitbare Zeichen zu übersetzen, ist zwar möglich, scheitert in der Praxis aber oft an der hohen Fehlerrate, insbesondere bei handschriftlichen Vorlagen. Abgesehen von der manuell durchzuführenden Fehlerkorrektur ist zudem der Nachbearbeitungsaufwand bei der Zuordnung der erkannten Zeichen zu semantischen Einheiten, wie z.B. eines erkannten Rufzeichens in eine Tabellenspalte Call oder bei einer Datenbank in ein Feld Call, extrem hoch und damit entsprechend zeitaufwendig.
6.2 Digitalisierung - Option II: Die "halbe" oder "Null"-Lösung
Aufgrund der o.g. Probleme haben viele Funkamateure deshalb bei der Umstellung auf ein
EDV-gestütztes Logbuch einen
Schnitt gemacht und die
älteren, oft sehr wertvollen, handschriftlichen
QSO-Aufzeichnungen unberücksichtigt gelassen. Dies ist eine
höchst unbefriedigende und
praxisuntaugliche Lösung, da nur
ein vollständiges Digitales Logbuch
die zuvor beschriebenen
Vorteile bieten kann. Die
Realität wird
bei dieser Lösung nicht korrekt abgebildet, da
der Stationsbetrieb eben nicht erst mit der Einführung eines Digitalen Logbuchs
im Shack beginnt.
So ergibt sich aus der Tatsache, dass die
QSO-Dokumentation im Computer nicht vollständig ist,
bei der
Suche nach Datensätzen
stets nur eine
Teilaussage. Finde ich beispielsweise dort ein
Call nicht, so bedeutet das noch lange nicht, dass es nicht schon gearbeitet wurde. Die
Informationen stecken ggf. eben nur im
handschriftlichen Datenbestand
und müssten dort erst durch
langwieriges manuelles Nachschlagen
gefunden werden. Eine
schnelle und
korrekte Suchen nach bestimmten Begriffen ist so
nicht möglich.
Dieses Problem sei hier stellvertretend für andere Auswertungen nochmal am Beispiel
von Diplomanträgen erläutert. Bei
Leistungsdiplomen zählt jeder Punkt. Für seltene
DXCCs oder DOKs müssen oft auch weit in der
Vergangenheit liegende Verbindungen für die
Beantragung herangezogen werden. Eine
schnelle EDV-gestütze Prüfung, ob ausreichend Punkte
gemäß den Ausschreibungsbedingungen vorliegen, ist damit
bei der "Halb-Lösung" ebenso unmöglich wie das
automatisierte Zusammenstellen einer Antragsliste. Auch hier wäre wiederum
umfangreiche Handarbeit
bezüglich Suchen und Ausfüllen der Diplomanträge
angesagt.
6.3 Digitalisierung - Option III: Logbücher abtippen
Um die "halbe", wenig praxistaugliche Lösung zu umgehen, haben einige Funkamateure
versucht ihre handschriftlichen Logbücher, QSL-Karten-Sammlungen o.ä.
in den Computer zu übertragen. Dabei zeigte
sich in der Regel recht schnell, dass
diese Arbeit nicht "mal eben" und
schon gar nicht "nebenbei im Shack" zu erledigen ist.
Die meisten dieser
Erfassungsprojekte sich daher auch gescheitert
und damit häufig
auch die Idee des Digitalen Logbuchs
mit all seinen Vorteilen - leider.
Dennoch ist dies verständlich und
gut nachvollziehbar: Der
Zeitaufwand für die Datenerfassung ist gerade
für den ungeübten Daten- erfasser sehr hoch.
Wer möchte schon
seine knappe Freizeit im Shack über Wochen und
Monate mit dem
monotonen Abtippen von Logbüchern und
QSL-Karten verbringen ?
6.4 Digitalisierung - Option IV: Die professionelle Lösung
Alternativ, kann man die Digitalisierung seiner Verbindungsdaten auch von praxiserprobten, professionellen Datenerfassern vornehmen lassen. Diese haben viel Erfahrung mit Massendaten und eigene Techniken um schnell zu guten Resultaten zu kommen. Daher ist eine professionelle Datenerfassung und das Bereitstellen der Daten in gängigen Datenformaten meist deutlich günster als angenommen, zumal wenn man die zu erfassenden Daten auf die wichtigen Einträge (s.u.) beschränkt. Fragen Sie uns. Fragen Sie Terracom Datentechnik !
7. Ausgangsdokumente für das Digitale Logbuch
Die zu digitalisierenden Verbindungsdaten liegen in den unterschiedlichsten Formen vor, hier nur die wichtigsten:
7.1 Analoge Logbücher
Häufigste Form sind kommerzielle oder vereinzelt auch selbst erstellte Logbücher mit tabellenartiger Struktur, die per Hand oder seltener auch mit der Schreibmaschine, ausgefüllt sind. Beispiele für solche Blanco-Logbücher sind die des DARC-Verlages oder die nach DJ8OT. Sie sind im deutschsprachigen Raum im DIN A4-, A5- oder A6-Format verfügbar.
|
| Dummy-Wert für die Leerzeile |
| Seite eines handschriftlich
geführten Logbuchs |
7.2 Karteikartensammlungen
Weiter gibt es Karteikartensammlungen, die in der Regel nach Rufzeichen oder Rufzeichen-Teilen geordnet sind. Sie können pro Karte ein Rufzeichen mit zugehörigen QSOs enthalten oder mehrere, wie bei der Göttinger Endbuchstabenkartei. Meist weisen auch diese Karteikarten eine tabellenartige Struktur auf, was die Erfassung erleichtert.
|
| Dummy-Wert für die Leerzeile |
|
Karte einer Rufzeichenkartei in Anlehung an die Göttinger Endbuchstabenkartei Da mehr als 14 Stationen mit dem Präfix DK5 gearbeitet wurden, kommt es zu einem Überlauf und die Daten müssen nun schon auf zwei Karten verteilt werden, was nicht zur Übersichtlichkeit beiträgt. Dabei wurde schon der Präfix DK5 in die Teile A-K und L-Z unterteilt. Die mangelnde Flexibilität stellt ein großes Problem solcher konventionellen Karteikartensysteme dar |
7.3 QSL-Karten
QSL-Karten enthalten, korrekt ausgefüllt, alle Daten, die eine oder mehrere Verbindungen charakterisieren. Im Regelfall besitzen sie auch noch Informationen darüber hinaus, wie z.B. den QRA-Locator, die CQ-Zone, den DOK oder die DIG-No. QSL-Karten können handschriftlich oder maschinell ausgefüllt sein. Letzteres erleichtert die Erfassung. Grundsätzlich sind QSL-Karten aber aufwendiger zu digitalisieren, da sie nicht gleichartig aufgebaut sind. Die zu erfassenden Einträge sind stets anders angeordnet und müssen bei der Digitalisierung jeweils einzeln zusammengesucht werden.
|
|
|
|
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |
|
QSL-Karten zeigen einen stark voneinander abweichenden Aufbau. Abgesehen davon, daß sie ein- (oben links) oder zweiseitig sein können, sind die informationstragenden Elemente sehr unterschiedlich angeordnet. In den Beispielen hier ist z.B. das Rufzeichen jeweils an einer anderen Stelle zu finden. Auch ist die Anzahl der auf einer Karte enthaltenen Informationen oft sehr verschieden: Neben Rufzeichen und den eigentlichen Verbindungsdaten finden sich u.a. VorName, Land, Ort, QRA-Locator, aber auch explizite oder implizite Hinweise zu Verbänden (ITU, CQ-The Radio Amateur's Journal, ARRL, CWSP, Auracia-DX-Group) und den von ihnen vergebenen Punkten oder Angaben (z.B. CQ-Zone: 6, ITU-Zone: 10, DXCC-Item: 5A, PY, XE) |
|
|
|
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |
|
Vorder- und Rückseite einer Standard-QSL von und nach DJ8OT. Die Handschrift ist, im Vergleich zu vielen anderen, sehr gut lesbar. Beachten Sie die zahlreichen Verbände- und Clubs und die damit zusammenhängenden Punkte, für die diese QSL-Karte zählt, z.B. DIG mit der DIG-Nr. 29. Sie sind im Hinblick auf das Arbeiten von Diplomen etc. ggf. mit zu erfassen. Standard-QSLs sind in ihrer Bedeutung stark rückläufig |
|
8. Welche Verbindungsdaten müssen / sollten erfaßt werden ?
Grundsätzlich können natürlich
alle vorhandenen Logbucheintragungen oder
QSL-Karten-Informationen erfaßt
werden. Der Wert eines Digitalen Logbuchs
steigt umso mehr,
je mehr Daten
es enthält. Andererseits bestimmt die
Menge der zu digitalisierenden Informationen
aber den Zeitaufwand und
damit auch die Kosten. Es sind deshalb
Überlegungen angebracht, ob wirklich
a l l e vorhandenen Informationen erfaßt werden
müssen.
So ist der QRA-Locator für Funkamateure, die UKW-DX betreiben,
von essentieller Bedeutung, für KW-Enthusiasten, die für das DLD arbeiten,
zwar interessant, jedoch nicht unverzichtbar. Andererseits gibt es
Daten, die eine Verbindung notwendigerweise
beschreiben und daher unabdingbar sind.
Dazu gehören die Informationen, die bei der
früheren Logbuchführung in Deutschland,
aber auch in anderen Ländern verbindlich waren (s.u.). Diese werden zumeist auch
für die Beantragung von Diplomen gefordert.
Daten, die nicht zu diesen, eine Verbindung eindeutig beschreibenden Informationen
zählen, können, sofern sich später ein bei der Beauftragung der
Digitalisierung noch nicht bekannter Informationsbedarf ergibt
- z.B. weil man sich zum Insel-Jäger entwickelt hat und nun auch IOTA-Punkte
interessieren - natürlich auch
noch nachträglich ergänzt werden.
Bei größeren Datenmengen ist dies aber in der Regel
sehr aufwendig, so daß es
im Zweifelsfall besser ist, etwas mehr zu investieren und die Informationen
gleich bei der Ersterfassung mit aufzunehmen.
Für sehr selten benötigte, nicht digital
erfasste Informationen bietet sich das Digitale Logbuch als
Index an, mit dessen Hilfe
QSOs nach bestimmten Kriterien vorgefiltert und dann
gezielt in den
analogen Aufzeichnungen gesucht werden können.
8.1 Unabdingbare QSO-Daten
| QSO-Information (LangBezeichnung) | QSO-Information (KurzBezeichnung) | Bemerkung | Wert- beispiele |
| Rufzeichen Operator | SopCall | Die Aufnahme des eigenen Rufzeichens in den Datensatz erlaubt auch im Ausland geführte QSOs in einem einzigen digitalen Logbuch zu verwalten. Ansonsten müßten für die auswärtig, unter einem anderen Call geführten QSOs stets ein neues Logbuch angelegt werden um Eindeutigkeit zu erlangen, d.h. die QSOs voreinander unterscheiden zu können. --> Sind alle aufzunehmenden QSOs nur unter einem einzigen Call gearbeitet worden und wird sich daran auch zukünftig nichts ändern, kann ggf. auf die Digitalisierung dieser Information verzichtet werden. | DF3JO; OE/DF3JO; SV8/DF3JO |
| Rufzeichen QSO-Partner | SdxCall | Rufzeichen der Gegenstation |
DJ8OT; 5A5A |
| Vorname des Funkpartners | SdxFName | Wurde zwar offiziell nie verlangt, da aber Rufzeichen mittlerweile mehrfach vergeben werden, können diese im Laufe der Zeit völlig anderen Stationen bzw. Rufzeicheninhabern zugeordnet sein. Nur Rufzeichen + Name kennzeichen eine Gegenstation vollständig. Ist der Name nicht bekannt, kann er temporär z.B. durch ein ? (Fragezeichen) ersetzt werden. Diese sollte aber schnellstmöglich durch den korrekten Namen ergänzt werden, da sonst Inkonsistenzen auftreten können. | Peter |
| Datum | Date | Datum an der die Funkverbindung stattgefunden hat | 22.09.2009 |
| Anfangszeit (UT) | UtStart | Uhrzeit in Universal Time (UT), an der das QSO begonnen wurde | 1015 |
| Endzeit (UT) | UtEnd | Uhrzeit in Universal Time (UT), an der das QSO beendet wurde | 1030 |
| Frequenz in MHz | MHz | Frequenz in der Einheit MHz, auf der das QSO stattfand. Da mit ständig wechselnden Angaben, z.B. der Art 144,3, 145, 2 m, 145250 etc., der Datenbestand nur schwer oder gar nicht auswertbar ist, werden für die Frequenzangabe standardisierte Angaben (vgl. Werte) erfaßt. Individuelle oder genauere Angaben, wie z.B. 145.325 können zusätzlich als Remarks (Bemerkungen) digitalisiert werden. |
1,8; 3,7; 7; 10; 14; 18; 21; 24; 28; 50; 144; 438; 1250 |
| Betriebsart | Mode | Betriebsart, in der ein QSO geführt wurde. Auch hier werden bei der Erfassung die vorhandenen Einträge in abfragbare Standardwerte, z.B. SSB, AM, SSTV etc., übersetzt. Andere Angaben, wie z.B. A3j, können als Remarks (Bemerkungen) digitalisiert werden. Crossmode-Verbindungen werden durch Kombination dargestellt (vgl. Werte- spalte). |
AM; SSB; CW; PKT; PSK31; SSTV; RTTY; SSB/CW; AM/SSB |
8.2 Ergänzende QSO-Daten
Während die unter (8.1) aufgeführten Angaben das absolute Minimum einer QSO-Aufzeichnung darstellen, sind auch ein Großteil der nachfolgend beschriebenen Informationen für viele OMs, YLs und XYLs unverzichtbar und daher unbedingt in ein Digitales Logbuch aufzunehmen. So beispielsweise Informationen zum QSL-Management, mit denen sich der QSL-Aus- und Eingang überwachen läßt, oder grundlegende Daten wie Rapport, Status oder QTH.
| QSO-Information (LangBezeichnung) | QSO-Information (KurzBezeichnung) | Bemerkung | Wert- beispiele |
| QSO-Nummer | QSO-No | Die in den Logbuch-Aufzeichnungen ggf. für ein QSO vergebene Nummer |
1; 2; 3; 4; 5 |
| Status der Operator-Station | SopStat | Von der Feststation abweichender Status während des QSOs: Portabelbetrieb, Mobilbetrieb, Mobilbetrieb auf dem Wasser, Mobilbetrieb in der Luft, dem Betrieb von einem Zweitstandort und dem Betrieb von einem Leuchtturm |
/p; /m; /mm;_- /am; /A; /LH |
| Status der Gegen-Station | SdxStat | Von der Feststation abweichender Status während des QSOs: Portabelbetrieb, Mobilbetrieb, Mobilbetrieb auf dem Wasser, Mobilbetrieb in der Luft, dem Betrieb von einem Zweitstandort und dem Betrieb von einem Leuchtturm |
/p; /m; /mm; /am; /A; /LH |
| Band (Wellenlänge in Metern) | Band | Bei vielen Diplomen wird anstelle der Frequenzangabe eine Angabe des Bandes, auf dem das QSO stattfand, gefordert. Auch hier werden wieder standardisierte Angaben erfaßt (vgl. Beispiel-Werte). Individuelle oder genaue Angaben, wie z.B. 70 cm, können zusätzlich als Remarks (Bemerkung) erfaßt werden |
160; 80; 40; 30; 20; 17; 15; 12; 10; 6; 2; 0,7; 0,23 |
| via Relais | Relais | Angabe des Relais-Namens, über welches das QSO geführt wurde | DB0WE |
| Gesendeter SWL-Report | SopSWL | Kennzeichnet, daß das vom Operator im Log aufgezeichnete QSO ein gesendeter SWL-Report ist. Mit Hilfe dieses Eintrags lassen sich QSOs und SWL-Reports von der Operator-Station zusammen in einem einzigen Digitalen Logbuch verwalten | yes; no |
| Empfangener SWL-Report | SdxSWL | Kennzeichnet, daß das im Log verzeichnete QSO ein eingegange- ner SWL-Report ist. Mit Hilfe dieses Eintrags lassen sich auch eingehende SWL-Reports zusammen mit den QSOs in einem einzigen Digitalen Logbuch verwalten | yes; no |
| Rapport an | RstRx | Empfangener Rapport | 599; 58; 55a |
| Rapport ab | RstTx | Gesendeter Rapport | 599; 58; 55a |
| QSL-Karten Eingang | QslRx | Angabe, ob eine QSL-Karte eingegangen ist oder nicht | yes; no |
| QSL-Karten Eingang Info | QslRxInfo | Standardisierte und damit abfragbare Zusatzinfos bei fehlendem QSL-Karten-Eingang: Es wurde kein QSL-Austausch vereinbart; Abgesandte Karte wurde unbeantwortet zurückgesandt |
noEx- change; back |
| QSL-Karten Eingang Direkt | QslRxDirect | Angabe, ob eine QSL-Karte direkt eingegangen ist: Direkt-QSL-Karte liegt vor; keine Direkt-QSL eingetroffen | yes; no |
| QSL-Karten Eingang Ungültig | QslRxUngültig | Angabe, ob eine eingegangene QSL-Karte ungültig ist, z.B. weil Datum oder Frequenzangabe fehlen | yes; no |
| QSL-Karten Ausgang | QslTx | Angabe, ob eine QSL-Karte abgesandt wurde | yes; no |
| QSL-Karten Ausgang Info | QslTxInfo | Standardisierte und damit abfragbare Zusatzinfo bei fehlendem QSL-Karten-Ausgang: Es wurde kein QSL-Austausch vereinbart |
noEx- change |
| QSL-Karten Ausgang Direkt | QSLTxDirect | Angabe, ob eine QSL-Karte direkt abgesandt wurde | yes; no |
| LOTW Eingang | LotwRx | Angabe, ob das QSO via LOTW bestätigt wurde | yes; no |
| LOTW Ausgang | LotwTx | Angabe, ob das QSO an das LOTW gesandt wurde | yes; no |
| weltweiter QRA-Locator, neu | SdxQraLocWw | Weltweiter QRA-Locator der Gegenstation | JO31up |
| QRA-Locator, veraltet | SdxQraLocAlt | Veralteter, bis ca. Anfang der 1990er-Jahre verwendeter QRA-Locator der Gegenstation, nicht mit dem weltweiten QRA-Locator kompatibel | DL56h |
| QTH der Gegenstation | SdxQTH | Digialisierung der vorhandenen Informationen zu einem QTH der Gegenstation, wie Strasse; PLZ; Ort; (Verwaltungs-) Einheit; Land. Vollständige Angaben, wie hier angegeben, sind in der Praxis aber eher die Ausnahme. Werte werden als freier Text erfaßt, semantische Einheiten können ggf. durch Semikola getrennt werden, falls diese später weiter differenziert werden sollen |
Hertzweg; 58223; Plankdorf; NRW; Germany |
| Ausgangsleistung Kategorie | SopPwrKategorie | Ausgangsleistung der Station des Operators während des QSO als Kategorie-Angabe: bis 25 W; ab 100 W | QRP; QRO |
| Ausgangsleistung Wert | SopPwrValue | Ausgangsleistung der Station des Operators während des QSO als als Watt-Angabe | 25; 100; 500 |
| Eigene Geräte & Antennen beim QSO | SopRig | Beschreibung der während eines QSOs verwendeten Geräte und Antennen der Station des Operators |
FT-1000 6 El. Beam |
| Geräte & Antennen der Gegenstation beim QSO | SdxRig | Beschreibung der während eines QSOs verwendeten Geräte und Antennen der Gegenstation |
IC-7700 FD-4 |
| Bemerkungen | Remarks | Frei formulierbare Bemerkungen zu einem QSO, z.B. Notizen, persönliche Angaben aber auch ergänzende Informationen zu den als Standardwerten eingetragenen Informationen, wie z.B. die Frequenzangabe |
145.325 MHz Starkes QRM |
8.3 Zusätzliche QSO-Daten: Organisations-Informationen
Neben den unter (8.1) und (8.2) genannten Informationen finden sich zu einem QSO in
den Logs oder auf den QSL-Karten in der Regel
weitere, explizite aufgeschriebene bzw.
eingedruckte oder
implizite vorhandene Angaben, wie z.B. die
ITU-Zone,
die IOTA-Nummer, die DIG-Mitgliedsnummer oder die Zugehörigkeit zu
einem DXCC-Gebiet, welche sich aus dem Präfix des Calls ergibt.
Diese zusätzlichen Informationen - nachfolgend einfach
Punkt-Typ und
Punkt genannt, werden von
Organisationen, d.h. Verbänden, Clubs und
Unternehmen,
wie z.B. der ITU, dem CQ-The Radio Amateur's Journal, der ARRL
oder der Diplom Interessen Gruppe, vergeben. Sie erlauben die
Zuordnung einer Station zu einer räumlichen
(Verwaltungs-) Einheit, wie der ITU-Zone, der CQ-Zone oder einer
IOTA-Inselgruppe, oder sie zeigen die
Zugehörigkeit der Station zur betreffenden
Organisation, z.B. durch die angegebene DIG-, RIA-,
AmSat- oder DOK-Mitgliedsnummer an.
Damit dienen sie in der Regel auch als
Punkte für die verschiedensten Diplome,
wie z.B. dem DLD, DXCC, WPX, W-DIG-M etc.
Diese zusätzlichen Informationen sind deshalb, je nach Zielsetzung, ebenfalls
zu erfassen und in das Digitale Logbuch zu integrieren. Dabei müssen hier stets
zwei Einträge paarweise erfaßt
werden: Der
PunktTyp, z.B.
DOK, zu Klassifikation und Beschreibung,
und der konkrete Punkt-Wert zum Punkt-Typ,
der durch das QSO gearbeitet wurde, z.B.
N28. Auch hier sollten wieder
standardisierten Angaben verwendet werden,
um den Datenbestand
leichter auswertbar zu machen.
Nachstehend nur eine Auswahl der wichtigsten Informationen dieses Typs. Es existieren
zahlreiche weitere, die hier aber nicht alle aufgeführt werden können.
| QSO-Information (LangBezeichnung)--- | QSO-Info (KurzBez.) | Bemerkung |
Wert- beispiele |
| Punkt-Typ einer Organisation | PointTyp | Info- bzw. Punkt-Typ, der durch eine Organisation vergeben wird, hier: ITU |
ITU-Continent |
| Konkreter Wert des Punkt-Typs | PointValue | Durch das QSO erarbeiteter konkreter Punkt zu einem Punkt-Typ, hier: ITU-Continent, z.B. für WAC-Award (Worked All Continents) |
AF; AS; EU; NA, SA; OC |
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |||
| Punkt-Typ einer Organisation | PointTyp | Info- bzw. Punkt-Typ, der durch eine Organisation vergeben wird, hier: ITU |
ITU-Zone-No |
| Konkreter Wert des Punkt-Typs | PointValue | Durch das QSO erarbeiteter konkreter Punkt zu einem Punkt-Typ, hier: ITU-Zone-No, z.B. für ITU-Zones-Award |
5; 23; 33; 44 |
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |||
| Punkt-Typ einer Organisation | PointTyp | Info- bzw. Punkt-Typ, der durch eine Organisation vergeben wird, hier: CQ - The Radio Amateur's Journal |
CQ-Zone-No |
| Konkreter Wert des Punkt-Typs | PointValue | Durch das QSO erarbeiteter konkreter Punkt zu einem Punkt-Typ, hier: CQ-Zone-No, z.B. für WAZ-Award |
14; 23; 32; 40 |
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |||
| Punkt-Typ einer Organisation | PointTyp | Info- bzw. Punkt-Typ, der durch eine Organisation vergeben wird, hier: CQ - The Radio Amateur's Journal |
CQ-Prefix |
| Konkreter Wert des Punkt-Typs | PointValue | Durch das QSO erarbeiteter konkreter Punkt zu einem Punkt-Typ, hier: Präfix, z.B. für WPX-Award (Worked Prefix Award) | DL1; DL2; W5 |
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |||
| Punkt-Typ einer Organisation | PointTyp | Info- bzw. Punkt-Typ, der durch eine Organisation vergeben wird, hier: ARRL |
DXCC-Item |
| Konkreter Wert des Punkt-Typs | PointValue | Durch das QSO erarbeiteter konkreter Punkt zu einem Punkt-Typ, hier: DXCC-Item, z.B. für DXCC-Award |
3A; 5R, G; F; PA |
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |||
| Punkt-Typ einer Organisation | PointTyp | Info- bzw. Punkt-Typ, der durch eine Organisation vergeben wird, hier: ARRL |
US-State |
| Konkreter Wert des Punkt-Typs | PointValue | Durch das QSO erarbeiteter konkreter Punkt zu einem Punkt-Typ, hier: US-State, z.B. für WAS (Worked All States) | FL; CA; WI; RI |
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |||
| Punkt-Typ einer Organisation | PointTyp | Info- bzw. Punkt-Typ, der durch eine Organisation vergeben wird, hier: RSGB |
IOTA-No |
| Konkreter Wert des Punkt-Typs | PointValue | Durch das QSO erarbeiteter konkreter Punkt zu einem Punkt-Typ, hier: IOTA-No, z.B. für IOTA-Award |
EU-003; AF-025 |
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |||
| Punkt-Typ einer Organisation | PointTyp | Info- bzw. Punkt-Typ, der durch eine Organisation vergeben wird, hier: DARC |
DOK-No |
| Konkreter Wert des Punkt-Typs | PointValue | Durch das QSO erarbeiteter konkreter Punkt zu einem Punkt-Typ, hier: DOK-No, z.B. für DLD, UKW-DLD |
R15; N28; Apollo11 |
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |||
| Punkt-Typ einer Organisation | PointTyp | Info- bzw. Punkt-Typ, der durch eine Organisation vergeben wird, hier: DIG (Diplom-Interessen Gruppe) |
DIG-No |
| Konkreter Wert des Punkt-Typs | PointValue | Durch das QSO erarbeiteter konkreter Punkt zu einem Punkt-Typ, hier: DIG-No., z.B. für W-DIG-M |
42; 2473 |
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |||
| Punkt-Typ einer Organisation | PointTyp | Info- bzw. Punkt-Typ, der durch eine Organisation vergeben wird, hier: HSC (High Speed Club) |
HSC-No |
| Konkreter Wert des Punkt-Typs | PointValue | Durch das QSO erarbeiteter konkreter Punkt zu einem Punkt-Typ, hier: HSC-No | 221; 555 |
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |||
| Punkt-Typ einer Organisation | PointTyp | Info- bzw. Punkt-Typ, der durch eine Organisation vergeben wird, hier: Ten Ten |
10-X-No |
| Konkreter Wert des Punkt-Typs | PointValue | Durch das QSO erarbeiteter konkreter Punkt zu einem Punkt-Typ, hier: 10-X-No, z.B. für 10-X-Punkteaustausch |
22333; 55123 |
9. Stichwort: Datenqualität
Die Güte der Datenqualität stellt bei der Digitalisierung analoger Vorlagen stets ein grundlegendes Problem dar. Das bezieht sich nicht nur auf Amateurfunkdaten, sondern gilt generell, also auch im kommerziellen Bereich. Die Güte einer Digitalisierung hängt von verschiedenen Faktoren ab:
1. Zum einen ist hier das Ausgangsmaterial zu nennen. Abgesehen von der Vollständigkeit der Unterlagen ist bedeutsam, daß alle zu erfassenden Zeichen gut zu erkennen sind. So ist es z.B. möglich, daß die Vorlage verschmutzt oder die Tinte verblichen ist. Hieraus ergeben sich immer wieder Erfassungsfehler. Darüber hinaus sind getippte Vorlagen generell besser lesbar als handschriftliche. Letztere wiederum unterscheiden sich stark in der Lesbarkeit. Bei sehr eigenwilligen Handschriften kann durch Erläuterungen von Zeichen die Lesbarkeit für Dritte und damit die Datenqualität stark verbessert werden.
2. Die Gefahr des "Vertippens" bei der Eingabe der Verbindungsdaten ist allgegenwärtig - auch bei Profis. Um diese Fehlerquelle zu minimieren, kann, wo möglich, mit Standardwerten, die vom Erfasser durch Tastaturkürzel oder Auswahl aus Listen eingetragen werden, operiert werden. Diese Technik wird auch bei der von uns angebotenen Digitalisierung Ihrer Logbuchdaten angewandt.
3. Die Digitalisierung eines QSOs bzw. eines Datensatzes, wird in der Regel mit einem
visuellen Vergleich von Vorlage und erfaßtem
Datensatz abgeschlossen. Bei dieser Vorgehensweise sollte die
Fehlerrate bei einer
guten Vorlage nicht mehr als 7 %
der Gesamtzeichenzahl betragen.
Bei schlechten Vorlagen oder bei
schwierig lesbaren Handschriften kann sie aber auch
darüber liegen. Hier ist deshalb die
Mithilfe des Bestellers wichtig, durch
geeignete Erläuterungen die Datenqualität
zu verbessern.
Überschreitet eine Datenlieferung die
7 %-Fehlerrate und ist dies
nicht vorlagenbedingt, so
berichtigen wir die Erfassungsfehler kostenlos für
Sie ! Senden Sie uns dazu bitte lediglich einen
Andruck der QSO-Daten, in dem die
fehlerhaften Daten markiert sind, zu. Wir
überarbeiten dann die Erfassung und senden Ihnen den korrigierten Datenbestand
schnellstmöglich wieder zurück.
Weiterreichende Forderungen oder
Schadensersatzansprüche, die sich aus Fehlern bei der Datenerfassung ergeben,
sind grundsätzlich ausgeschlossen.
Eine höhere Güte in der
Datenqualität schafft die auch im kommerziellen Bereich angewandte
Doppel-Erfassung der Daten.
Dabei werde die zu erfassenden Informationen
zweifach (seltener auch >2-fach) von
unterschiedlichen Erfasser digitalisiert und die
Ergebnisse dann
softwaretechnisch Zeichen für Zeichen miteinander
verglichen.
Tippfehler, Zahlendreher aber auch systematische Fehler eines Erfassers lassen sich
so gut erkennen. Nachteil ist ist lediglich der
größere Aufwand und, damit
verbunden, die
deutlich höheren Kosten.
Selbstverständlich bieten wir Ihnen trotzdem die Doppelerfassung für Ihre
Verbindungsdaten an. Fragen Sie uns !
10. Datenformate
Die Auslieferung Ihrer digitalen Verbindungsdaten kann in unterschiedlichen Datenformaten erfolgen. Welches Datenformat das für Sie geeignete ist, hängt im wesentlichen davon ab, wie und mit welcher Software Sie ihre QSO-Daten nutzen wollen. Nachstehend sind die von uns z.Zt. angebotenen Datenformate beschrieben. Ist ihr Datenformat nicht dabei oder sind Sie unsicher ? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir helfen Ihnen gern weiter !
10.1 EXCEL-Arbeitsmappe - Logbuch.xls (Excel 97-2000-Format)
Universelles Format, das von
vielen Programmen,
nicht nur von Microsoft EXCEL, verarbeitet werden kann. Durch die
Aufwärts- kompatibilität von Excel
kann das 95-2000-Format, selbstverständlich auch von
späteren Versionen, wie
Excel 2002, 2003 oder 2007 gelesen werden. Das
Format ist damit sowohl von Funkamateuren und SWLs mit
neuerer als auch äteren Excel-Versionen
nutzbar.
|
|
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |
| Digitalisierte Verbindungsinformationen im Excel-Format, bestehend aus den unabdingbaren QSO-Daten sowie ergänzenden (hier: Status der Gegenstation, StatusSdx) und zusätzlichen Informationen (Point-Typ: (CQ-)Prefix & ITU-Continent im Hinblick auf die Erarbeitung des WPX- und WAC-Diploms mit den entsprechenden Werten bzw. Punkten (Point-Value)) | |
10.2 TXT-Datei - Logbuch.txt
Einfache Textdatei, in der die Werte von
Call, Date etc. durch
Tabulatoren
voneinander getrennt sind. Die Textdatei mit Tabulatoren ist
universell einsetzbar und kann von
jedem Editor sowie von
Textverarbeitungssystemen,
wie z.B. Microsoft Word, und
Tabellen- kalkulationssoftware, wie z.B.
Microsoft Excel, gelesen bzw. importiert und verarbeitet werden.
Ähnlich wie beim CSV-Datenformat können in der Regel auch
datenbankbasierte Systeme
das TXT-Dateiformat laden.
|
|
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |
|
Digitalisierte Verbindungsinformationen (s.o.) als Textdatei mit Tabulatoren. Die Werte sind hier durch Tabulatoren voneinander getrennt |
|
10.3 CSV-Datei - Logbuch.csv
CSV bedeuted comma seperated values, also
soviel wie durch Kommata getrennte Werte, wobei das Wort Komma
letztendlich für ein
beliebiges Trennzeichen stehen kann, das die Werte
von Call, Date etc. voneinander separiert. In der den nachstehenden Abbildung
wurden Semikola als Trennzeichen
gewählt, da bei den QSO-Daten Werte vorkommen, wie z.B. die MHz-Angabe
3,7. Das CSV-Datenformat ist
sehr vielseitig und kann von
Tabellenkalkulationsprogrammen,
wie Microsoft Excel, aber auch von
Textverarbeitungs- programmen,
wie Microsoft Word und Texteditoren, gelesen und verarbeitet werden. Darüber
hinaus können in der Regel auch
datenbankbasierte Systeme
das CSV-Datenformat importieren.
|
|
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |
|
Digitalisierte Verbindungsinformationen (s.o.) im CSV-Format. Als Trennzeichen wird hier statt des Kommas ein Semikolon verwendet |
|
10.4 ADIF-Datei - Logbuch.adi oder .txt (ADIF-Format)
Die ARRL benutzt zum
Datenaustausch für ihr
Logbook Of The World - LOTW u.a.
das im Contestbereich weit verbreitete
ADIF-Datenformat.
Die Daten im ADIF-Format sind
in einfachen Textdateien gespeichert,
die vom Menschen gelesen und mit
jedem Texteditor
bearbeitet werden können (vgl. Abb. unten). Als
Dateiendungen kommen
adi aber auch
txt vor. Wir liefern Ihnen
fertige Ladedateien, die
sofort nach der Zertifizierung und
Verschlüsselung durch ein von der ARRL kostenlos zur Verfügung
gestelltes Programm
an das LOTW übermittelt werden
können. Eine Ladedatei enthält nur die von der ARRL für die
eindeutige Identifikation eines QSOs geforderten Informationen
Call, Band, Mode, QSO_DATE
und TIME_ON.
Weitere QSO-Daten könnten ebenfalls im ADIF-Format abgelegt werden,
werden hier aber
nicht weiter
berücksichtigt.
|
|
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |
|
Digitalisierte Verbindungsinformationen im ADIF-Format zur Übermittlung an das LOTW der ARRL im Windows-Editor |
|
10.5 HTML-Datei - Logbuch.html (HTML 4.0-Format)
Dummy-Wert für
Leerzeile
Universelles Web-Datenformat, das von
jedem aktuellen Browser
(Internet-Explorer, Mozilla-Firefox, Opera etc.) angezeigt werden kann. Vor
allem zur
Anzeige, z.B. auf der eigenen Webpage, weniger
für die
Arbeit (Fortschreibung, Auswertung)
mit den Daten geeignet.
|
|
| Dummy-Wert für die Leerzeile | |
| Digitalisierte Verbindungsinformationen (s.o.) im HTML-Format, angezeigt mit dem Browser Mozilla-Firefox | |
10.6 ACCESS-Datei - Logbuch.mdb bzw. 3JOLogDATA.mdb (ACCESS 2000-Format)
Format des Datenbankmanagementsystems ACCESS von Microsoft. - Voraussichtlich
ab Winter 2009 verfügbar. Achten Sie bitte auf
weitere Informationen auf dieser Seite.
11. Lieferung und Preise
Informationen zur Lieferung und zu den
Preisen für die Digitalisierung und den
Versand entnehmen Sie bitte dem
Bestellformular.
Dieses benutzen Sie bitte auch für Ihren
Digtialisierungsauftrag.
Für Fragen oder weitere Informationen nutzen Sie bitte das
Kontaktformular.